David Grabowski feat. Matt Penman

News

Mixed Generations: David Grabowski feat. Matt Penman

Am Dienstag, 11. Februar 2020, findet die nächste Ausgabe unserer Reihe „Mixed Generations“ statt. „Mixed Generations“ bedeutet, dass ein von einer Jury ausgewählter junger und vielversprechender Nachwuchsmusiker (unter 30 Jahren) sich als Mentee einen Mentor in Person eines international renommierten Künstlers als Vorbild auswählen kann. Dieses mal ist der junge, aber schon preisgekrönte Gitarrist David Grabowski (DG) an der Reihe. Wir haben ihm ein paar Fragen dazu gestellt: 

JFH: David – Du trittst am 11. Februar bei der Jazz Federation Hamburg im Stage Club im Rahmen der Reihe „Mixed Generations“ auf. Als Mentor hast Du Dir den berühmten Bassisten Matt Penman (Neuseeland/USA) ausgewählt. Was kannst Du zu ihm sagen, was hat Dich zu dieser Wahl veranlasst? 

DG: Ich habe Matt das erste Mal im New Yorker Jazzclub Smalls live gehört, als ich einige Wochen in New York verbracht habe, und war absolut begeistert über das hohe Maß an Impulsivität und Präzision seines Spiels. Matt ist Teil vieler Bands, die mich in den letzten Jahren extrem inspiriert und auch in meiner Komposition beeinflusst haben. Daher ist es eine sehr große Ehre, die Chance zu bekommen, mit ihm zu spielen, und ich denke, dass es ein wichtiger Meilenstein in meiner künstlerischen Entwicklung werden könnte. Die Vorfreude ist groß! 

JFH: Was für Musik werdet Ihr am 11. Februar präsentieren, wird es besondere Überraschungen geben – vielleicht etwas aus Deiner Filmmusik für den ARD-Film “Der Club der singenden Metzger“? 

DG: Das Programm besteht aus meinen neuesten Kompositionen, die ich gerade im Dezember in Köln mit meinem Quartett aufgenommen habe. Die Songs fühlen sich daher noch sehr frisch an, und ich denke, dass sie viele überraschende Momente bieten werden, da sich die Musik gerade im Vergleich zu meinem ersten Album stark weiterentwickelt hat. Ausschnitte aus der Filmmusik wird es nicht geben. Die Musik zum Film „Der Club der singenden Metzger“ unterscheidet sich stilistisch sehr von der Musik meines Quartetts. In der Filmmusik ist die besondere Herausforderung, den Bildern und den Stimmungen der Figuren zu dienen. Die Musik für mein Quartett, dessen Mitglieder Béla Meinberg (Piano) und Felix Dehmel (Drums) ebenfalls bei dem Konzert dabei sein werden, ist weniger dezent. Sie soll, wenn man so will, die Bilder und Stimmungen bei den Zuhörer*innen überhaupt erst wecken. 

 

JFH: Die Reihe Mixed Generations der Jazz Federation wird ja durch die Förderung von Brigitte Feldtmann und ihrer Treuhandstiftung Feldtmann kulturell (unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung) ermöglicht. Du kannst dadurch mit Deiner Gruppe sogar auch noch in Friedrichstadt und Schwerin auftreten. Wie schätzt Du das ein: welche Bedeutung hat eine solche Förderung für Dich als Profi-Jazzmusiker und für die Jazzszene im Allgemeinen? 

DG: Die Bedeutung kann nicht hoch genug geschätzt werden. Drei Konzerte mit meiner eigenen Musik zu spielen und dabei meinen absoluten Lieblingsbassisten in der Band zu haben und von seiner Musikalität und Erfahrung zu profitieren, ist für mich eine unglaublich große Chance zur Weiterentwicklung und eine wichtige Station im stets fortlaufenden künstlerischen Prozess. Allgemein meine ich, dass die Hamburger Jazzszene von dieser Art der Förderungen, die solche Kollaborationen und Begegnungen ermöglichen, profitiert. Seit ich 2012 nach Hamburg gezogen bin, hat sich hier in der Jazzszene viel bewegt. Das hängt, denke ich, auch damit zusammen, dass die Initiativen und Aktivitäten der Hamburger Künstler durch Stiftungen, wie die Feldtman kulturell, wahrgenommen und gewürdigt werden.

Share

Zurück

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Bitte rechnen Sie 5 plus 1.