Fernöstliche Klänge im Stage Club

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(c) Doville Sermokas

Fernöstliche Anklänge beim Jazzkonzert mit Stefan Schultze am 26. November im Stage Club

 

Lieber Stefan – Du trittst mit Deinem hochkarätig besetzten Berliner Large Ensemble am Dienstag, 26. November 2019 (20 Uhr), in einem Live-Jazzkonzert bei der Jazz Federation im Stage Club auf. Was erwartet uns da, wie würdest Du Deine Musik umschreiben? 

Stefan Schultze: Ein Set mit Komposition der Tokio Suite und ein Set für (präpariertes) Klavier, Ensemble und Klangregie. Das erste Set wird eher groovebetont sein, und das zweite Set wird eher eine Klangreise werden. Es ist sehr viel neues Material dabei, und im zweiten Set habe ich mich klanglich an meinem letzten Solo-Album orientiert. Es wird alles sehr räumlich werden mit den Lautsprechern und den Klängen aus dem präparierten Klavier.

Du warst ja international schon ganz schön unterwegs, u.a. für das Goethe Institut Artist in Residence in Tokio und Shanghai und betitelst sicherlich von daher Dein Konzert bei uns mit „Tokio Suite“. Was hast Du aus Fernost mitgenommen, welche Elemente Deiner Musik sind quasi ostasiatisch geprägt?

In Tokio fand ich sehr beeindruckend die Shōmyō-Musik (buddhistischer Ritualgesang) und das Nō-Theater. Aber ich habe auch sonst viele Auftritte dort mit japanischen Musikern gespielt und unter anderem Kompositionen für Large Ensemble und shakuhachi (japanische Bambusflöte) komponiert. Meine Erfahrungen habe ich vor allem in den Kompositionen Komuso und Ukiyo-E zum Ausdruck gebracht. Mitgenommen habe ich sehr viele Einflüsse, Bilder, Haltungen und Emotionen, die ich auf unterschiedliche Weise in der Musik eingearbeitet habe. 

Hier kann man einen kleinen Eindruck von der Zusammenarbeit mit Akihito Obama an der Shakuhachi-Flöte bekommen:

https://www.youtube.com/watch?v=ruLrjkUnuBw

 Außerdem hier noch ein Link aus der Philharmonie Köln mit Wu Wie:

https://www.youtube.com/watch?v=kj2bJOjK2-I

 Kürzlich hattest Du ja schon einen Auftritt bei uns mit dem Landesjugendjazzorchester Hamburg und kannst daher die Situation des Jazz in Hamburg und Berlin sicherlich ganz gut vergleichen. Was sind wohl die größten Unterschiede bzw. die prägenden Elemente in diesen beiden Städten? 

Ehrlich gesagt kenne ich Hamburg doch nicht so gut. Es hat außerordentlich viel Spaß gemacht mit dem sehr guten Landesjugendjazzorchester aufzutreten. Ich war so froh über die guten jungen Musiker, und ich freue mich nun umso mehr nochmal im Stage Club mit meinem Ensemble zu sein.

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