Stepstone Stage Club

News

(C) Hans-Ulrich.Frank@gmx.de

Das Programm „Jazz meets School“, das die Jazz Federation seit 2014 anbietet, ist ein großer Erfolg. Am 14. Februar und am 16. April gibt es wieder zwei Doppelkonzerte im Stage Club. Warum man sie sich nicht entgehen lassen sollte, erläutert Günter Muncke von der Jazz Federation.

Die Jazz Federation hat ein Faible für die Förderung junger Musiker. Woher stammt der?

Das ist eigentlich kein Faible, sondern war mehr aus der Not geboren: Vor einigen Jahren waren der moderne Jazz und auch wir als Verein überaltert. Es gab eine Riesenlücke zwischen uns, unserem Programm und dem, was heute in der Jazz-Ausbildung vermittelt wird. Damit sind wir kreativ umgegangen und haben Programme wie „Jazz meets School“ oder „Mixed Generations“ entwickelt, um mit jungen Musikern in Kontakt zu kommen und den Nachwuchs zu fördern.

Wie können sich Nachwuchsmusiker dafür bewerben?

Bei „Jugend jazzt“, dem Wettbewerb des Landesmusikrats. Das gilt übrigens für Nachwuchsbands aus Schulen genauso wie für alle anderen, die sich berufen fühlen. Man kann Preise gewinnen, aber eben auch die Möglichkeit, bei „Jazz meets School“ der Jazz Federation mitzumachen. Wir suchen die geeigneten Profis als Coaches und organisieren Workshops. Der Höhepunkt ist dann ein Auftritt bei uns im Stage Club. 

Von welchen Erfahrungen mit den Profis berichten die jungen Musiker?

Von sehr guten. Einer der Lehrer zitierte seine Schüler so: „ Sehr informativ! –Amazing! – Aufregend! – Voll gut! – Cool! – Lehrreich! – Amüsant! “ 

Und wie ist es umgekehrt?

Auch die Profis profitieren. Die Schlagzeugerin Christin Neddens schrieb uns: „Besonders das kompakte Probenwochenende brachte erkennbare musikalische Fortschritte: Gut vorbereitet erschienen die Schüler, nahmen ihre Sache ernst und waren sehr geduldig. Das äußerte sich sowohl in der Genauigkeit ihres rhythmischen, als auch im Bewusstsein ihres intonatorischen Spiels, vor allem aber in ihrem energetischen, musikalischen Zusammenspiel als Kollektiv. Die konzertante Darbietung im Stage Club war ein voller Erfolg.“

Haben einige der Schützlinge dieses Programms den Sprung auf die große Bühne geschafft?

Ja, ich war richtig stolz, als ich einige unserer „Schützlinge“ kürzlich beim Jubiläumskonzert des Landesjugendjazzorchesters in der großen Elbphilharmonie auf der Bühne entdeckte. Vor kurzem noch scheu in der Schul-Aula und jetzt schon in einem der berühmtesten Konzertsäle. Ich glaube, wir konnten dazu einen kleinen Impuls geben.

Jetzt stehen wieder zwei Konzerte im Stage Club an, am 14.2. und am 16.4. Was erwartet uns da?

Das weiß man im Jazz ja nie … Aber im Ernst: Es sind insgesamt drei Nachwuchsbands und ein Solist von der Jury „Jugend jazzt“ nominiert worden: das Vokal-Duo „Les Bohémiens“ und die Band „Licorice“, die beide am 14. Februar auftreten; am 16. April das Ensemble „What’s going on?“ des Wilhelm-Gymnasiums und der phänomenale E-Bassist Mohamed Camara. Sie werden von sieben Coaches vorbereitet, darunter von der Jazzsängerin Ulita Knaus, dem Schlagzeuger Heinz Lichius und dem Leiter des Landesjugendjazzorchester, Lars Seniuk. Die Workshops sind angelaufen – wir sind so gespannt wie du, was daraus wird. 

Die Fragen stellte Sven Rohde, www.svenrohde.com

Zurück

Schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel

Bitte rechnen Sie 7 plus 8.