Tini Thomsen’s MAXSAX - Shift

Perspektivwechsel verändern Wahrnehmungen und Wahrheiten. Gerade deshalb zahlt es sich aus, einmal eine andere Wegstrecke als die gewohnte zu nehmen, um an sein Ziel zu kommen. Der neue, frische Blickwinkel verändert durch seine Achsverschiebung die Draufsicht auf das eigene Tun und Denken, erweitert den Horizont, führt zu Erkenntnissen, Einsichten und Optionen, die sich ohne diesen kleinen Ausfallschritt weg von der bequemen Routine niemals offenbart hätten. Abraham Lincolns Diktum, dass, wenn man tut, was man immer getan hat, nur das bekommt, was man immer bekommen hat, hat nicht an Gültigkeit verloren. Im Gegenteil, es ist in den Lebensrealitäten der meisten Menschen heute fast zur Normalität geworden. Vielleicht auch deshalb, weil es Mut und Risikobereitschaft braucht, aus den eingefahrenen Bahnen auszubrechen. Wer sich einmal bequem eingerichtet hat, sucht selten die Veränderung.

Für Tini Thomsen ist ein künstlerisches Leben ohne die Lust auf Neues, ohne die Weitung ihres musikalischen Horizonts nicht vorstellbar. Die Baritonsaxophonistin und Komponistin ist immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, -formen und Betätigungsfeldern. So hat sie Sergej Prokofjews musikalischem Märchen Peter und der Wolf ein jazzmusikalisches Gewand verpasst, Big Band-Arrangements für die Jazz Baltica Allstar-Band geschrieben und für ihr Saxophonquartett Q4 oder das Streichquartett Quartet Quinetique komponiert und arrangiert. Aber ihre wahre Liebe gilt ihrem Quintett MaxSax. Seit diese Band 2014 ihr Debütalbum „MaxSax“ auf den Markt gebracht hat, schwimmt sie auf einer regelrechten Welle des Erfolgs.

Viele fragten sich ob der so bislang nie zuvor gehörten und hochenergetischen Verschränkung von Rock und Jazz verwundert, warum denn bislang niemand auf diese Idee gekommen sei.

‚Meine Lieblingsbands sind halt nicht das Miles Davis Quintet oder die Pat Metheny Group. Ich steh' eher auf die Foo Fighters oder Queens of the Stone Age‘, erzählt Tini Thomsen.

Drei Jahre später folgte „The Long Ride“. Mittlerweile durch Altsaxophonist Nigel Hitchcock zum Quintett aufgestockt und mit den frischen Kräften Tom Trapp an der Gitarre, Mark Haanstra am Bass und Satindra Kalpoe am Schlagzeug besetzt, kam die Musik von MaxSax nicht mehr nur mit der brachial-rüpelhaften Urgewalt des Debüts daher, sondern es hatte sich, wie das Jazz Podium konstatierte, eine subtile, leicht angeraute Funkyness, wie man sie von Defunkt oder den seligen Slickaphonics kennt, still und leise in die Musik geschlichen.

‚Seit Nigel dabei ist, habe ich das Gefühl, dass die Band so richtig rund und homogen klingt. Wir haben mit einem zweiten Saxophon mehr solistische Möglichkeiten, mehr Soundvariabeln in petto. Die Musik klingt vielleicht deshalb jetzt etwas besser ausbalanciert. Die brachialen Elemente der ersten Platte sind zwar noch vorhanden, sind aber wohldosierter in einem weiter gefassten Klangbild verteilt‘, ergänzt Tini Thomsen.

Einladungen an die Ostsee zur Jazz Baltica oder zum North Sea Jazz Festival nach Rotterdam folgten. Der IB.-SH Jazz Award 2015 und der Deutsche Musikautorenpreis in der Sparte Jazz/Crossover 2016 sind nur zwei der renommierte Auszeichnungen, die die Musikerin für ihre Arbeit bislang verliehen bekommen hat.

 

Tini Thonmsen - baritone sax
Nigel Hitchcocks - alt sax
Tom Trapp - guitar
Mark Haanstra - bass
Joost Kroon - drums

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Stage Club
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Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr
Tickets

Eintritt 15.- 
Ermäßigt 12.- 
Soundcard  8.-  
Studenten  5.-
Soundcard Studenten / Soundcard Gold  0.-

Stage Club
Stresemannstrasse 163
S/BUS Holstenstrasse

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