Vincent Dombrowski & Christopher Dell

Hauptprogramm

Das Vincent Dombrowski Quintett konzentriert sich auf die feinsten Nuancen von Klang, Rhythmik, Tonhöhe und Dynamik. Die Eigenkompositionen des Repertoires sind von verschiedenen Musik- und Kunstformen beeinflusst und bewegen sich auf einem großen Spektrum zwischen Einfachheit und Komplexität. Darüberhinaus teilen alle fünf Musiker ein starkes Interesse an improvisierter Musik und neuen Strömungen der Jazzmusik aus aller Welt. Die Mitglieder des Quintetts scheinen einander im musikalischen Spiel klanglich zu begreifen, wodurch sich emotionale Ausdruckskraft stets auf natürlichem Wege als zentraler Teil der Musik des Quintetts ergibt. Die Kompositionen Vincent Dombrowskis fungieren dabei als eine Art Skizze, die in jeder Aufführung von den Ensemblemitgliedern neu mit klanglichen Farben und Stimmungen gefüllt werden. Für das Projekt „Jazzheroes“ der Jazzfederation Hamburg lädt Vincent Dombrowski den Vibraphonisten, Komponisten und Städtebau- / Architekturtheoretiker Christopher Dell ein, der vor kurzem mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet wurde. Dell gilt zudem als einer der vielseitigsten und wichtigsten Vertreter der deutschen Jazzszene. Seine musikalische Spielweise, in der er in einzigartiger Manier frei auf genre- und stilübergreifendes Material zurückgreift, dient dem Quintett im Zuge des „Jazzheroes“-Konzert als neue, besondere Inspirations- und Kommunikationsquelle, die dem Ensemble unerforschte, klangliche Perspektiven eröffnen wird.

 

Christopher Dell (Dr. phil. habil.) ist ein in Berlin und Kopenhagen ansässiger Städtebau- und Architekturtheoretiker, Komponist und Musiker. Dell war Professor für Theorie am Lehrstuhl Urban Design der HafenCity Universität Hamburg und am Lehrstuhl Städtebau der TU München. Desweiteren lehrte Dell Städtebau und Stadterneuerung an der Universität der Künste, Berlin. Dell ist seit 2000 Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin. Im internationalen Kontext lehrte Dell u.a. an der Architectural Association, London, der University of the Witwatersrand Johannesburg, der Columbia University New York und der Academie for Bouwkunst, Arnhem und der Bergen School of Architecture. Sein Forschungsinteresse gilt Praxen und Organisationsverläufen der zeitgenössischen Stadt. In disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen sucht Dell relationale Handlungsformen als Verfahren zu konzeptionalisieren und für Forschung und Gestaltung fruchtbar zu machen. Seit 2017 ist Dell Mitglied in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Seit 2021 ist er Mitglied im Designbüro integral desingers, Paris. 2022 wird er Auslandsstipendiat für Architektur der Kulturstiftung des Bundes und der Länder an der cité internationale de Paris sein. Monographien: “Prinzip Improvisation“, Köln 2002, „Improvisations on Urbanity“ Rotterdam 2009, „Tacit Urbanism“, Rotterdam 2009, „Replaycity“, Berlin 2011 und „Die improvisierende Organisation“, Bielefeld 2012, „Ware:Wohnen!“, Berlin 2013 und „Das Urbane“, Berlin 2014, „Epistemologie der Stadt“ Bielefeld 2016, „Stadt als offene Partitur“ Zürich 2016, „The Improvisation of Space“ Berlin 2019, "Das Arbeitende Konzert/ The Working Concert" Leipzig 2020 Als Musiker und Komponist arbeitet Christopher Dell an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer komponierter und improvisierter Musik. Dell nahm Kompositionsunterricht im Schillinger-System am Berklee College of Music, Boston und bei Hans-Ulrich Engelmann. Er war Stipendiat der Ferienkurse für Neue Musik und hörte dort bei Karl-Heinz Stockhausen, Wolfgang Rihm und Earle Brown. Vor diesem Hintergrund hat er ein unverwechselbares Werk entwickelt, das sich durch konstante Recherche, konzeptionelle Diskursivität und das Schaffen disziplinübergreifender Experimentalsysteme auszeichnet. Dell gilt laut Reclam Jazzlexikon als der führende Vibraphonist seiner Generation, die FAZ nannte ihn den “größten Vibraphontechniker der europäischen Jazzgeschichte.” Dell ist und war beteiligt an zahlreichen Tonträger-Veröffentlichungen und Tourneen, u.a. in Kanada, China, U.S.A., Japan, Indien, Afrika, Südamerika. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie z.B. dem Downbeat Allstar Award, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem JazzArt-Award - Musik des 21.Jahrhunderts, Grammy Nominierung und Musikpreis der Stadt Darmstadt, dem Artist in Residence Programm des Goethe Instituts und dem Golden Jazz Award 2015. Im Jahr 2021 erhielt Dell den ersten Deutschen Jazzpreis. Stipendien, Förderungen sowie Aufträge für Kompositionen erhielt Dell von u.a. dem Westdeutschen Rundfunk, dem Deutschen Musikrat und dem Deutschen Musikfonds. 2001 gründete Dell das artist’s label edition niehler werft (enw). Seine wichtigsten Ensembles sind Dell Lillinger Westergaard und DRA. In jüngster Zeit erregte auch sein konzeptionelles Montage-Werk "Das Arbeitende Konzert/ The Working Concert" Aufsehen, das Buch unter dem gleichen Titel erschien 2020 bei dem renommierten Kunstbuchverlag spector books, Leipzig. Dell ist endorser von Vic Firth Mallets. Dell ist endorser von Vic Firth Mallets.

 

Vincent Dombrowski - Saxophon, Komposition

Arvid Maier - Trompete

Albin Vesterberg - Gitarre

Gustav Broman - Semi-Akustischer Bass

Lukas Schwegmann - Schlagzeug

feat. Christopher Dell - Vibraphon

 

 

Die Reihe "Jazz Heroes" wird durch den Musikstadtfonds der Stadt Hamburg gefördert.

Jazz Hall Hamburg
Jazz Hall Hamburg
1. Veranstaltung
Einlass: 18:00 Uhr | Beginn: 19:00 Uhr
Tickets
2. Veranstaltung
Beginn: 21:15 Uhr
Tickets

Eintritt 15,-

Ermäßigt 12,-

Soundcard Begleitung 8,-

Soundcard 8,-

Soundcard Gold/Student*in HFMT 0,-

Student*in 5,-

JazzHall Hamburg

Harvestehuder Weg 12
20148 Hamburg

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