Vocal: Erik Leuthäuser feat. Kurt Rosenwinkel/Greg Cohen - Album Release: Wünschen

Von nichts kommt nichts. Wer es sich leisten kann, schon in jungen Jahren auf Distanz zu seinen Vorbildern zu gehen, der muss auf einem soliden Sockel des Lebens stehen. Woher sollte er sonst seine Geschichten nehmen? Natürlich wachsen diese Talente nicht an jeder Straßenecke aus dem Boden. Doch wenn man sie sucht, dann kann man sie finden.

Erik Leuthäuser ist ein junger Sänger aus Berlin. Die unterschiedlichen Entstehungsgeschichten der Songs auf seinem Album „Wünschen“ erzählen viel über ihn selbst. Einige, wie Friedrich Hollaenders „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ hat er neu interpretiert, andere sind vertonte Gedichte und Songs, zum Beispiel von Dorothea Kehr, wieder andere sind Standards von Wayne Shorter oder Duke Ellington, die Leuthäuser mit einem deutschen Text versah, und schließlich gibt es auch noch einige Lieder, die komplett aus der eigenen Feder stammten. Manches auf der CD hat man in der einen oder anderen Form schon einmal gehört, doch Leuthäusers Interpretationen sind beileibe keine Coverversionen, sondern im positivsten Sinne des Wortes Aneignungen. Sowie er sie singt, scheinen sie nur noch ihm und seinen Hörern zu gehören. Aus der prallen Buntheit des Lebens greift er eine ganze Palette von Themen auf, die ihn persönlich umtreiben, bündelt sie im engen Fokus seines persönlichen Wertesystems, um sie sogleich auf die größtmögliche Leinwand der gesellschaftlichen Reflexion zurückprallen zu lassen. Am Ende ist es ganz egal, woher und wie diese Lieder zu ihm kommen, sie sind einfach nur noch Leuthäuser. „All das ist sehr persönlich“, bestätigt der scheue Extremist. „Ich habe genauso wenig auf die Stilistik geachtet wie auf ein Zielpublikum. Ich habe einfach all meine musikalischen Ideen zusammengeschnürt und Musik draus gemacht.“

Erik lebt in Berlin und Helsinki und studiert u.a. bei Judy Niemack Jazzgesang. Der vielfach ausgezeichnete junge Sänger veröffentlichte im November 2015 sein Debüt Album In the Land of Oo-Bla-Dee bei Mons Records. Auf diesem sind u.a. seine eigenen deutschen Vocalese-Texte zu den Bebop Kompositionen und den Soli bekannter Jazzmusiker wie Charlie Parker zu hören. Es wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Erik gewann Preise bei zahlreichen internationalen Jazz-Gesangswettbewerben: Erste Preise bei der Riga Jazz Stage 2016, Big Sky 2016 in Moskau und der Ella Fitzgerald Vocal Jazz Competition 2018 in Washington DC. Zweite Preise bei der renommierten Shure Montreux Jazz Voice Competition 2016 (sowie Publikumspreis) und beim Voicingers 2017 Contest for Singing Musicians in Polen. Des Weiteren kam er 2016 in die Top 5 der Kategorie „Solo Vocal“ bei der internationalen Made in NY Jazz Competition. Erik sang Background u.a. für Quincy Jones, George Benson, Dee Dee Bridgewater und Jacob Collier. Außerdem war er von 2014-2016 Sänger des Bundesjazzorchesters (BuJazzO). Seit 2016 singt er im Wortart Ensemble (Unit Records), das moderne deutsche Lyrik a capella vertont, sowie im Philipp Rumsch Ensemble (Denovali Records), welches Elemente aus Minimal Music, elektronischer Musik, Pop sowie klassischer Musik mischt und mit dem Prinzip der Improvisation verbindet. Seit 2017 improvisiert er im Duo mit der in New York lebenden lettischen Sängerin Arta Jēkabsone (Unit Records).

 

Erik Leuthäuser - voc
Kurt Rosenwinkel - g
Greg Cohen - b
Andy Haberl - d

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:00 Uhr
Tickets

Eintritt 19.-
Ermäßigt 14.-
Soundcard 8.-  
Studenten 5.-
Soundcard Studenten / Soundcard Gold 0.-

Stage Club
Stresemannstrasse 163
S/BUS Holstenstrasse

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